Mindestalter 21 bzw. in Ausnahmefällen 18 Jahre

Körperliche und geistige Gesundheit

 

Zuerst ist bei der für den Wohnsitz zuständigen Verwaltungsbehörde (Landratsamt, Stadt) eine sogenannte Unbedenklichkeitsbescheinigung (UB) zu beantragen. Wenn diese UB vorliegt, kann bei einem anerkannten Lehrgangsträger an einem Lehrgang zur Erlangung der Fachkunde teilgenommen werden. Dieser Lehrgang

schließt mit einer Prüfung u. dazugehörigem Zeugnis vor dem Gewerbeaufsichtsamt ab. Mit diesem Zeugnis

kann man bei der zuständigen Verwaltungsbehörde die Erlaubnis nach § 27 Sprengstoffgesetz (SprengG)

beantragen. Die Erlaubnis ist in der Regel gültig für 5 Jahre, dann muss rechtzeitig vor Ablauf der 5 Jahre,

für weitere 5 Jahre eine Verlängerung beantragt werden.

Weiter benötigt der Böllerschütze eine Haftpflichtversicherung über mind. 1.000.000,-- €.

Diese ist bei Vereinen, die dem Bay. Sportschützenbund angeschlossen sind, über die Gruppenversicherung

bereits im Mitgliedsbeitrag für alle Mitglieder enthalten.

Eine private Haftpflichtversicherung ist dessen ungeachtet zwingend erforderlich, weil durch den BSSB nur

die Ereignisse, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Böllerschießen stehen versichert sind.

Für die Risiken aus dem privaten Transport von Böllerpulver, vom Händler nach Hause u. für die

Aufbewahrung zuhause steht die private Haftpflichtversicherung ein.

Wir empfehlen jedem Böllerschützen, von seiner bestehenden Haftpflichtvers. eine schriftliche Bestätigung zu

erwirken, aus der genau hervorgeht, dass das Risiko aus dem Umgang - wozu auch der Besitz u. die

Lagerung zählen - mit Böllerpulver mitversichert ist.

Böllerschützen erhalten grundsätzlich die Erlaubnis nach § 27 SprengG nur zum gemeinsamen Schießen im

Namen oder Auftrag eines Vereines. Der Verein muss dazu die Mitgliedschaft des Antragstellers bestätigen.

Anderen Personen ist das Böllerschießen grundsätzlich verboten.

 

Mit welchen Geräten wird geschossen?

Man spricht von Geräten u. nicht von Waffen, weil kein Geschoss durch den Lauf getrieben wird.

Böller müssen in regelmäßigen Abständen, alle 5 Jahre, von den Beschussämtern überprüft werden.

 

Zum Böllerschießen sind mehrere Böllergeräte zugelässig:

Handböller,

Schaftböller (auch Prangerstutzen genannt),

Standböller,

Kanonen (Vorderlader- oder Kartuschen-Kanonen).

 

Womit wird geschossen?

Verwendet wird ausschließlich Böllerpulver, speziell für die Verwendung in Böllergeräten.

Zur Aufbewahrung ist ein stabiler Schrank aus Stahlblech oder eine massive Holzkiste erforderlich.

Der Böller darf ausschließlich mit Korken verdämmt werden.

 

Grundausstattung eines Böllerschützen:

Böllergerät, Pulvertasche aus Leder, Ladestock, Ladehammer, Pistonschlüssel, Gehörschutz

 

Verbringen von Böllerpulver

Böllerpulver unterliegt dem SprenG u. damit auch den Gefahrguttransportvorschriften.

Privatpersonen dürfen bis zu 3 kg Böllerpulver transportieren. Voraussetzung hierfür ist die einzelhandelgerechte Verpackung einschließlich Kennzeichnung u. die Ladungssicherung.

 

Haben wir Ihr Interesse geweckt!

Wenden Sie sich einfach an den Böllerkommandanten in Ihrem Heimatort

oder näheren Umgebung! (Siehe Böllerschützengruppen im Schützengau Würzburg).

 

BSSB

Mit Böllerschützengruß

Hubert Backmund