Schützengau Würzburg

Verwaltungsebene des Bayerischen Sportschützenbundes e.V.

GauChronik

Der Schützengau Würzburg im Rückblick

Die Gründung des Schützengaues Würzburg...

Man schrieb den 22. Februar 1953 als neun Schützenvereine und -gesellschaften aus der Stadt Würzburg und dessen Umland sich zusammengefunden haben um den Schützengau Würzburg aus der Taufe zu heben.

Es war damals ein allgemeines Bestreben den 1950 entstandenen Bayerischen Sportschützenbund durch Gründungen von Schützenbezirken und Schützengauen mit zu organisieren. Durch Entrichtung von Beiträgen wollte man einen Versicherungsschutz für die Mitglieder erreichen. Weiter bedurfte es auch einer Dachorganisation die sich mit der Erstellung allgemeiner Richtlinien zur Durchführung von schießsportlichen Veranstaltungen und Meisterschaften befasste und auch Geschäftsordnungen und Satzungen für unsere Vereine und Gesellschaften erstellte.

Nachdem am 26. Juni 1952 bereits der Schützenbezirk Unterfranken unter Führung des 1. Bezirksschützenmeisters Kurt Grüner gegründet wurde, begann nun auch die Organisation des Bezirkes durch Einteilung in einzelne Schützengaue.
 
Zur Gründung des Schützengaues Würzburg hat der 1. Bezirksschützenmeister Grüner alle derzeit bekannten Vereine in die Gaststätte Steinheil in Würzburg-Grombühl eingeladen. Die damals anwesenden 9 Vereine hatten nicht nur die Notwendigkeit erkannt, sondern auch die Weitsicht um die Gaugründung zu beschließen.


Die Gründungsvereine:
Königlich priviligierte Hauptschützengesellschaft Würzburg von 1392
Schützengesellschaft "Hubertus" Grombühl von 1880
Schützengesellschaft "Hubertus" Versbach von 1895
Schützengilde Rimpar von 1885 / 1950
Kleinkaliber-Schützenverein Lengfeld von 1928
Schützenverein "Germania" Eibelstadt von 1863
Gräfl. Schützengesellschaft Sommerhausen gegr. im 14. Jahrhundert
Schützengesellschaft Helmstadt (jetzt im Schützengau Mittelmain)
Kleinkaliber-Schützenverein Karlstadt von 1927

Diese Vereine sind die "Väter" und Begründer des Schützengaues Würzburg. Zum 1. Gauschützenmeister wählten sie den unvergesslichen Michael Gast, der dieses Amt 21 Jahre inne hatte und mit seinem Ehrennamen "Gaumichel" zum Urgestein des Schützengaues Würzburg wurde.


Die Geschichte des Schützengaues Würzburg...

Der Schützengau Würzburg wurde bis dato von derzeit 6 Gauschützenmeistern (Stand. Mai 2020) geführt. Viel Geschick war seinerzeit erforderlich, um diesen neuen Gau am Anfang zu leiten. Michael Gast und dem damaligen Gausportleiter Hans-Otto Brandt ist es zu verdanken, dass damals alljährlich ein Gauschießen durchgeführt wurde. 
Michael Gast führte den Gau ununterbrochen 21 Jahre, bis 1974. In dieser Zeit entwickelte sich der Gau Würzburg sehr positiv. Durch den Anschluß bestehender Gesellschaften, sowie etlicher Neu- und Wiedergründungen, wuchs der Gau von ursprünglich neun Vereinen im Verlaufe von zwei Jahrzehnten auf 50 Vereine mit damals knapp 4000 Mitgliedern. 
In diese Zeit fiel auch die kommunale Gebietsreform von 1972. Die damaligen Landkreise Gemünden, Karlstadt, Ochsenfurt und auch der Landkreis Würzburg wurden verändert bzw. zusammengeschlossen. Den damaligen Bestrebungen, den Schützengau entsprechend den neu gebildeten Landkreisen aufzuteilen, widersetzten sich  viele Vereine und man behielt die alten Gaugrenzen bei. Es spricht sicher viel für die seinerzeitige Gauführung, wenn die betroffenen Vereine ihr und ihrem Gau die Treue hielten.

Bereits seit dem Jahre 1969 ist der Schützengau Würzburg bezüglich seiner Vereine und gemeldeten Mitglieder der größte Gau im Schützenbezirk Unterfranken.

Karl-Heinz Krämer übernahm das Amt des Gauschützenmeisters 1974 und führte den Gau zwölf Jahre lang, bis 1986. Die Zahl der Vereine erhöhte sich in dieser Zeit auf 52 und die Mitgliederzahl stieg auf 6500. Bereits damals wurde von ihm der Gau-Ehrenabend eingeführt, damit sportliche und gesellschaftliche Leistungen in einem ganz besonderen und würdigen Rahmen durchgeführt werden konnten. 
Ein besonderes Augenmerk wurde bereits damals auf die Schützenjugend gelegt. So war es sicherlich auch der Verdienst Krämers, dass in seiner Regierungszeit ein Vergleichsschießen in Ungarn stattfand und die Gaujugend 1975 in den Kreisjugendring aufgenommen wurde.

Der Amtswechsel am 26. Januar 1986 wurde von der Regionalzeitung mit der Schlagzeile betitelt, dass ein "wohlbestelltes Feld" hinterlassen wurde...




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